Philipp Richter
VIER LIEDER
für eine oder zwei Singstimmen und Klavier
Philipp Richter schreibt:
Zwei Dinge haben alle vier Lieder gemeinsam - sie waren persönliche Geschenke, meist zum Geburtstag , sind also einem Menschen gewidmet und orientieren sich an dessen Persönlichkeit.
Die Texte waren mir alle schon vorher zur Vertonung aufgefallen, bekamen aber erst in Verbindung mit der einzelnen Person die Brisanz, die ich zur Komposition brauchte.
Schaut man auf die Atemgeste der Melodien von »Wende« und »Mir zur Feier« , so bestehen beide nur aus einem Atemzug: Beim letzteren ganz symmetrisch einatmen, heranziehen bis zur Mitte, dann wieder von sich weggeben; in »Wende« ebenfalls bis zur Mitte des Einatmens, dann aber ein zweimaliges Innehalten vor dem Ausatmen mit dem letzten Melodiebogen.
»Alles fügt sich« ist durchkomponiert, da das Gedicht einen eindeutigen Weg beschreibt, dem die Musik folgt. Durch phasenweise Textwiederholung und rein instrumentale Zwischenspiele wird das Gedicht musikalisch interpretiert, die Musik ist nun nicht mehr nur Träger der Sprache, sondern wird zum Gegenüber, an dem diese sich spiegeln kann.
»Osterstimmung« bildet kompositionstechnisch eine Mitte. Hier gewinnt das Musikalische durch die Ausführung für zwei Singstimmen an Gewicht. Die zweite Stimme ist nicht immer so eingängig und leicht singbar wie die Melodie und kann auch von einem Instrument gespielt werden, z. B. Alt-Chrotta oder Baßblockflöte. Die Leierstimmen können auch vom Klavier übernommen werden und sind dementsprechend gesetzt.