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Abb. Speisedanklieder

Philipp Richter


SPEISEDANKLIEDER


Lieder zur Gestaltung der Mahlzeiten
EAN: 978-3-931370-14-5 ISBN: 3-931370-14-3 12 S. 205x280 mm 6.10 € Anzahl erhöhen
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Stichworte:
Gestaltung der Mahlzeiten, Konkordanzen, Charakter von Tönen und Intervallen, Noten, Lieder, Musiktherapie, Anthroposophie


Aus dem Vorwort Phillip Richters:

Meine erste Vertonung eines Speisedankspruches war die zu dem Text von Rudolf Steiner »Es keimen die Pflanzen«. Sie entstand spontan, nachdem gemeinsam mit Freunden der Wunsch auftrat, diesen Spruch auch singen zu können.

Der Kompositionsansatz stützt sich auf Phänomenstudien über die speziellen Charaktere der einzelnen Töne und Intervalle, die ich während meines Musiktherapiestudiums begonnen habe. Beabsichtigt ist hiermit eine Übereinstimmung der inneren Aussage von Text und Musik, mit der rhythmisch-taktlichen Gestaltung ein Aufgreifen und Musikalisieren des Sprachrhythmus.

Die Kanons habe ich für das Singen in kleinen Gruppen oder Gemeinschaften gedacht - einfach um einmal etwas musikalisch Neues zu haben. Hierbei haben mich die Texte so stark angesprochen, daß daraus die Idee für die Melodie erwuchs. Der Tiefe dieser Texte ist die »modern« klingende Vertonung angemessen, weil sie zu sehr sorgfältigem Hören auffordert.

Bei Lied 1 und 5 ist die Melodie getreu nach den »Konkordanzen« aufgeschrieben; das sind von Rudolf Steiner beschriebene ideale Zusammenklänge von Vokalen und Tönen. Es haben sich daraus sehr reizvolle Melodien ergeben, die trotz der teilweise großen und schnellen Sprünge der Stimme leichtfallen und sich erstaunlich gut merken lassen - eben weil Ton und Laut »konkordant« sind.

Für die Gegenstimme waren mir Melodieführung und Singbarkeit wichtig - in Lied 1 ist sie eher kontrapunktisch gehalten, in Lied 5 als ruhiger Gegenpol in der schwingenden Melodie. Die Lieder 4, 6 und 7 sind für das Singen mit Kindern vertont und pentatonisch. Durch die 2. Stimme wirkt das pentatonische Element eher gebunden, was ich durch die offenen Schlüsse auszugleichen versucht habe. Den reinsten pentatonischen Charakter hat Lied 7, bei dem die beiden Stimmen im Sinne einer Heterophonie einander umspielen.