Ulrike Kaiser-Drew
VON QUINTEN, TERZEN, CLUSTERN ...
Musikalische Erziehung (Klavier) auf der Grundlage der Waldorfpädagogik
Aus dem Geleitwort von Ulrike Kaiser-Drew:
Der Instrumentalunterricht, wo Schüler und Lehrer allein sind, ermöglicht eine besonders individuelle pädagogische Betreuung. In kaum einem anderen pädagogischen Zusammenhang (Schule, Sportverein etc.) kann so intensiv auf die eigenen Qualitäten, Begabungen, aber auch Probleme und Nöte des einzelnen Kindes eingegangen werden. Zudem ist durch die regelmäßige übende Beschäftigung mit der Musik eine besondere Gelegenheit zur Persönlichkeitsbildung gegeben.
Allerdings bringt dies auch eine nicht zu unterschätzende Verantwortung für den Lehrer mit sich. Denn ebenso, wie der Unterricht helfend und fördernd, oft sogar heilend auf das Kind wirken kann, so kann er auch das Gegenteil hervorrufen: Verkrampfung, Unsicherheit oder Verweigerung.
Wir brauchen als Klavierlehrer daher nicht nur instrumentales Können und gute Literaturkenntnisse.
Um ein Kind zu verstehen und um es in seiner Entwicklung helfend und fördernd begleiten zu können, müssen wir auf der einen Seite die allgemeinen Entwicklungsgesetzmäßigkeiten genau kennen, auf der anderen Seite aber auch die dem Kinde innewohnende Einzigartigkeit erfassen lernen.
Auf der Suche nach einer umfassenden Pädagogik, die sich diesen beiden Gebieten eingehend widmet, wurden mir die Anregungen Rudolf Steiners zu einer unerschöpflichen Quelle von vertiefendem Verstehen und neuen Ansatzpunkten.
Der Wunsch, dies mit möglichst vielen anderen suchenden Pädagogen teilen zu können, sowie eine ständige interessierte Nachfrage führten schließlich zu dem Entschluß, diese Arbeit zu veröffentlichen.
Erziehungskunst, Nov. 98:
»Das Buch ... wendet sich an eine Leserschaft, die sich mit den Grundelementen der Waldorfpädagogik vertraut machen möchte und nach Ansätzen im Klavierunterricht sucht. Eine klare Übersicht und Systematik kennzeichnet die Ausführungen ebenso wie das Bestreben, keine fertigen Konzepte zu geben ... .Jeder Entwicklungsschritt des Kindes wird in praktischen Beispielen dargestellt: in Bewegungsspielen, einführenden Geschichten und Literaturangaben.«