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Abb. Es weht ein blaues Band

Martin Fährmann-Hanek


ES WEHT EIN BLAUES BAND


von der Melismatik zum artikulierten Ansatz, mit Lehrerheft Klavierbegleitung
EAN: 978-3-931370-48-0 ISBN: 3-931370-48-8 112 S. 205x300 mm 14.30 € Anzahl erhöhen
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Stichworte:
Flötenschule, Melismatik, Rhythmik, Improvisation, Noten, Volkslied, Musikunterricht


Aus dem Vorwort von Martin Hanek:

Der Ansatz dieser Flötenschule liegt darin, ein singendes Flötenspiel zu erlangen, Verständnis für die Ganzheit in der Musik zu wecken und die Kreativität beim Kinde zu fördern. Der übliche »dü« - Ansatz zum Einstieg in das Flötenspiel bremst erfahrungsgemäß oft zu sehr den Atemstrom des Kindes.

Wir wollen daher zuerst das »flüssige« melismatische Flöten lernen, bevor wir auf der Flöte zu sprechen beginnen (artikulieren).

Melismatischer Gesang gehört zu den Wurzeln unserer Musikkultur, wenn wir die Gregorianik betrachten. Ihr inneres Wesen ist die Hingabe, die in der Melismatik besonders zum Ausdruck kommt.

Eine weitere Wurzel liegt im Rhythmus. Die Urvölker der Erde beeindrucken uns heute noch durch die pulsierende Lebendigkeit ihrer improvisierten Rhythmen. Diese erfahren ihre Kraft durch Symmetrie und Wiederholung, welche zudem Merkmale aller Musik sind, die harmonisierend auf den Menschen wirkt. Wir greifen auf diese beiden bedeutenden Wurzeln musikalischer Kultur zurück, wenn wir das melismatische Flöten fördern, das in enger Verbindung mit dem Singen steht, und wenn wir die rhythmische Symmetrie, die schon in der Sprache und in den meisten Volksliedern liegt, im Musikunterricht pflegen.

Hingabefähigkeit einerseits, rhythmisches Harmoniegefühl andererseits sind lohnenswerte Eigenschaften, die sich die Kinder neben dem Flötenlernen erwerben. Es sind Eigenschaften, die dem Un-Rhythmischen unserer Zeit und dem daraus folgenden verflachten Atmen entgegenwirken. Aus diesem Grunde ist die Flötenschule so aufgebaut, daß sie größtenteils singbare Stücke enthält, die zudem am Anfang keine Tonwiederholungen haben.(für die Melismatik)

Der Tonraum wird langsam erweitert vom Dreitonraum über die Pentatonik zur Diatonik, von der Einstimmigkeit über den Kanon zur echten Mehrstimmigkeit, von den Durtonarten zu den innerlichen Molltonarten, vom melismatischen Spiel zum artikulierten Ansatz.