Arnold Tirzits, Jürgen H. Havix, Reinhard Wedemeier
NOTENSAMMLUNG EURYTHMIE BD.3, MIT CD
Partituren mit einer beispielhaften Einspielung von A. Tirzits
Diese Sammlung entstand aus dem Wunsch, Anfängern im Fach Eurythmie eine erste Orientierung und Auswahl in die Hand zu geben. Sie könnte aber auch erfahrenen EurythmielehrerInnen als Anregung dienen. An der Zusammenstellung haben sich eine ganze Reihe von EurythmielehrerInnen beteiligt, die über eine langjährige Unterrichtspraxis verfügen. Von ihnen stammen auch die jeweiligen Arbeitsthemen.
Die allgemeine Tendenz in der heutigen Musik zu einem schnellen, virtuosen
(und hochgestimmten) Spiel birgt für die Begleitung zur Eurythmie einige
Probleme. Auf diesemWege wird es zunehmend schwieriger, einen Gleichklang
zwischen Musik und eurythmischer Gebärde zu schaffen, da ein Großteil des
musikalischenAtmens, der musikalischen Gebärde verloren geht.
DerWandel in den musikalischen Qualitäten in unserer Zeit wird z.B. deutlich
am Wandel der Bedeutung der Spielanweisung Im 1935 erschienenen
Musiklexikon von H. J. Moser (Max-Hesses-Verlag) mit übersetzt, wird
im 1970 erschienenen Havard Dictionary of Music (Willi Apel, 2. Ed.)
schon mit angegeben. Dies ist einer der großen Irrtümer
unserer Zeit: Ein Vortrag wird nicht lebhafter, indem man die Musik schneller spielt.
In der vorliegenden Einspielung der Werke gelingt es Arnold Tirzits, im besten Sinne zu spielen, der Musik den zeitlichen Raum und
Ausdruck zu geben, der von ihr verlangt wird. Differenziertheit im Ausdruck, weit gespannte musikalische Bögen laden EurythmistInnen zur Arbeit, zur Unterrichtsvorbereitung ein. Weniger erfahrene Eurythmie-begleiterInnen finden hier ein musikalischesVorbild: So könnte man es machen!
Alle Werke wurden während der Aufnahmen ausführlich besprochen.
Immer stand die Differenziertheit im Ausdruck, die
musikalische Gebärde im Zusammenhang mit der eurythmischen Gebärde im
Vordergrund. Die meisten der eingespielten Werke wurden während der
Aufnahme von Margrit Gunkel-Borrmann eurythmisch begleitet. Einige
während leiser Passagen auftretende Bewegungsgeräusche ließen sich daher nicht vermeiden.